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Der Aufbau der ersten Befestigungsanlagen auf dem Rocca Hügel geht auf das 6. Jh. n. Chr. zurück, eine Zeit, in der es schwierige Spannungen zwischen den Byzantinern und den Langobarden gab.
Die byzantinische Befestigungsanlage bestand ursprünglich aus zwei mit Verteidigungstürmen bestückten Mauerringen, die von der Hügelspitze beginnend die Hälfte des Berges umgaben. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Festung mehrmals umgebaut und verbessert: im 13. Jh. ist der Bau des Mastio Federiciano und der Zitadelle auf dem Berggipfel dem Stauferkaiser Friedrich II. zuzuschreiben. Im Laufe des 14. Jhs. wurde das in konzentrischen Kreisen aufgebautes Verteidigungssystem von der paduanischen Da Carrara Familie erweitert.

Zahlreiche Wachttürme oder Burgen charakterisierten dieses uneinnehmbare, aus fünf Mauerringen bestehende Befestigungssystem, zum Beispiel die Burg St.Georg und St. Petrus. Letztere wurde unglücklicherweise am Ende des 19. Jhs. durch den Trachitabbau ganz zerstört.
Der Untergang dieses außerordentlichen Verteidigungssystems begann im Laufe des 16. Jhs., als das Mittelalter der Neuzeit den Vortritt ließ, weil die mittelalterlichen Befestigungsanlagen die neuzeitlichen, militärischen Bedürfnisse nicht mehr erfüllten.